Website-Relaunch-Checkliste: 30 Punkte ohne Ranking-Verlust
Die neue Website ist schön, schnell und modern. Drei Wochen nach dem Launch kommen deutlich weniger Anfragen, und in der Search Console zeigen die Kurven nach unten. Was ist passiert? In den meisten Fällen nichts Mysteriöses: Alte Adressen führen ins Leere, eine Seite, die gut lief, wurde gestrichen, oder die neue Website blockiert noch Suchmaschinen.
Diese Checkliste führt dich in sechs Phasen durch den Relaunch. Du kannst sie ausdrucken und abhaken, egal ob du selbst umbaust, mit einer Agentur arbeitest oder zu einem Service wie Madra wechselst.
Warum verlieren so viele Websites beim Relaunch an Sichtbarkeit?
Google hat deine alte Website über Monate oder Jahre kennengelernt: welche Adresse zu welchem Thema gehört, welche Seiten von anderen Websites verlinkt werden, welche Besucher zufrieden machen. Ein Relaunch stellt diese Zuordnung auf den Kopf. Wenn du Google nicht sagst, wohin alles umgezogen ist, fängt die Suchmaschine bei null an.
Die häufigsten Ursachen für Verluste:
- fehlende oder falsche Weiterleitungen
- gelöschte oder stark gekürzte Inhalte, die vorher gut rankten
- geänderte Seitentitel und Überschriften ohne Not
- eine Sperre für Suchmaschinen aus der Testphase, die beim Launch nicht entfernt wurde
- deutlich langsamere Ladezeiten
Unsere wichtigste Regel: Seiten, die gut laufen, fasst du so wenig wie möglich an. Ein Relaunch ist kein Anlass, funktionierende Adressen zu ändern.
Wann lohnt sich ein Relaunch überhaupt?
Nicht jede ältere Website braucht einen Relaunch. Manchmal reichen neue Fotos, bessere Texte und eine schnellere Startseite. Ein echter Relaunch lohnt sich vor allem, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:
- Die Website ist auf dem Smartphone schwer bedienbar, obwohl die meisten Besucher mobil kommen.
- Du kannst sie nicht mehr selbst pflegen oder pflegen lassen, etwa weil das System veraltet ist oder der frühere Dienstleister nicht mehr erreichbar ist.
- Sicherheitsupdates fehlen seit langer Zeit.
- Dein Angebot hat sich grundlegend geändert, und die Struktur passt nicht mehr dazu.
- Die Ladezeiten sind spürbar langsam, und kleine Optimierungen helfen nicht.
- Das Design wirkt so veraltet, dass es dem Vertrauen in dein Unternehmen schadet.
Kein guter Grund ist dagegen: „Wir haben schon lange nichts mehr gemacht.“ Wenn deine Website gut gefunden wird und Anfragen bringt, ist eine sanfte Überarbeitung oft klüger als ein kompletter Neustart.
Wenn du dich für einen Relaunch entscheidest, plane ihn in einer ruhigen Geschäftsphase. Ein Malerbetrieb startet nicht im Frühjahr, ein Restaurant nicht vor dem Weihnachtsgeschäft. So hast du Zeit, die Wochen nach dem Launch zu beobachten und nachzusteuern.
Phase 1: Was musst du vor dem Relaunch erledigen?
- Ziele festlegen: Mehr Anfragen? Modernes Design? Bessere mobile Darstellung? Ohne Ziel kannst du den Erfolg nicht messen.
- Alle Adressen erfassen: Liste jede Seite der alten Website auf, inklusive Unterseiten, Blogartikeln, PDFs und Bildern, die verlinkt sind. Ein Crawler oder die Sitemap hilft dabei.
- Daten aus der Search Console sichern: Exportiere die Seiten und Suchanfragen mit den meisten Klicks und Impressionen der letzten Monate.
- Top-Seiten markieren: Welche Seiten bringen Besucher und Anfragen? Diese brauchen besondere Sorgfalt.
- Externe Links prüfen: Welche Seiten werden von anderen Websites verlinkt? Diese Adressen dürfen auf keinen Fall ins Leere laufen.
- Ausgangswerte notieren: Besucher, Anfragen, Ladezeit, Positionen für deine wichtigsten Suchbegriffe.
- Domain und E-Mail klären: Wo liegt die Domain, wer hat die Zugangsdaten, welche E-Mail-Postfächer hängen daran?
Phase 2: Inhalte übernehmen, verbessern, streichen
- Jede Seite einordnen: übernehmen, verbessern, zusammenlegen oder streichen. Die Entscheidung basiert auf Daten, nicht auf Geschmack.
- Gut rankende Texte behalten: Verbessern ja, radikal kürzen nein. Wenn eine Seite für „Schreiner Freiburg“ gut läuft, bleibt ihr Kern erhalten.
- Seitentitel und Beschreibungen übernehmen oder bewusst verbessern, nicht versehentlich löschen.
- Überschriftenstruktur prüfen: eine Hauptüberschrift pro Seite, logische Zwischenüberschriften.
- Bilder optimieren: passende Größe, aussagekräftige Alternativtexte.
- Interne Links aktualisieren: Links innerhalb der Website zeigen direkt auf die neuen Adressen.
Phase 3: Wie richtest du die Weiterleitungen richtig ein?
Das ist der Teil, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.

- Weiterleitungsplan erstellen: eine Tabelle mit alter Adresse und neuer Zieladresse, für jede Seite aus Phase 1.
- 301 statt 302: Eine 301-Weiterleitung signalisiert einen dauerhaften Umzug.
- Immer auf die passende Seite: Die alte Leistungsseite zeigt auf die neue Leistungsseite, nicht pauschal auf die Startseite.
- Keine Ketten: Von A nach B, nicht von A über B nach C.
- Varianten bedenken: mit und ohne www, http und https, alte Endungen wie .html oder .php.
- Adressen nur ändern, wenn nötig: Jede Adresse, die gleich bleibt, ist ein Risiko weniger.
Phase 4: Impressum, Datenschutz, Cookies
- Impressum übernehmen und aktualisieren: Stimmen Anschrift, Rechtsform, Registereintrag und gegebenenfalls Kammerangaben noch?
- Datenschutzerklärung anpassen: Neue Website heißt oft neue Dienste, etwa ein anderes Formular, eingebettete Karten oder Schriften. Die Datenschutzerklärung muss zu dem passen, was tatsächlich eingesetzt wird.
- Einwilligungsbanner prüfen: Werden Tracking- oder Marketing-Dienste erst nach Einwilligung geladen?
Das ist keine Rechtsberatung. Bei Madra erstellt die KI einen Entwurf für Impressum und Datenschutzerklärung auf Basis deiner Angaben. Prüfe sie und hol dir im Zweifel Rat bei einer Fachperson.
Phase 5: Was prüfst du am Launch-Tag?
- Suchmaschinen-Sperre entfernen: Testumgebungen sind oft für Google gesperrt. Prüfe, dass die neue Website indexiert werden darf.
- Weiterleitungen testen: Stichproben aus der Liste, vor allem die Top-Seiten und die extern verlinkten Adressen.
- Formulare und Kontaktwege testen: Kommen Anfragen an? Funktioniert der Anruf-Button auf dem Smartphone?
- Mobile Darstellung prüfen auf mindestens einem Smartphone und einem Tablet.
- Sitemap einreichen: die neue Sitemap in der Google Search Console hinterlegen.
Phase 6: Was beobachtest du in den Wochen danach?
- Fehlerseiten beobachten: Welche Adressen laufen ins Leere? Fehlende Weiterleitungen nachtragen.
- Klicks und Positionen vergleichen mit deinen Ausgangswerten aus Phase 1. Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, ein anhaltender Einbruch nicht.
- Anfragen zählen: Am Ende zählt nicht die Schönheit der Website, sondern ob sie Kunden bringt.
Plane für diese Phase vier bis acht Wochen ein. Wie lange die verschiedenen Wege bis zur neuen Website dauern, liest du im Artikel Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen?
Relaunch mit Madra: was inklusive ist
Wenn du mit deiner bestehenden Website zu Madra wechselst, beschreibst du dein Unternehmen auf madra.io/de/erstellen, und die KI erstellt die neue Website. Ein Mensch prüft sie vor der Veröffentlichung, und sie ist innerhalb eines Werktags nach Zahlungsbestätigung online. Die 301-Weiterleitungen deiner alten Adressen und der Umzug sind beim Wechsel inklusive. Die Domain gehört dir und bleibt deine.
Danach sind Hosting, SSL, Wartung und inhaltliche Änderungen im Monatspreis enthalten, ab 29,90 € inkl. MwSt. im Monat im Essential-Tarif, monatlich kündbar. Ein späterer kompletter Neuaufbau deiner Madra-Website mit neuem Design und neuer Struktur ist nicht im Abo enthalten und wird separat angeboten. Was die einzelnen Wege kosten, steht im Artikel Was kostet eine Website?, wie die KI arbeitet, in der Anleitung Website mit KI erstellen, und den Ablauf zeigt So funktioniert’s.
Häufige Fragen zum Website-Relaunch
Was ist bei einem Website-Relaunch am wichtigsten?
Die Weiterleitungen. Jede alte Adresse, die Besucher oder Google kennen, sollte per 301-Weiterleitung auf die inhaltlich passende neue Seite zeigen. Fehlen sie, landen Besucher auf Fehlerseiten, und Google verliert die Verbindung zwischen alter und neuer Seite. Das ist der häufigste Grund für Ranking-Verluste nach einem Relaunch.
Verliere ich bei einem Relaunch meine Google-Rankings?
Nicht zwingend. Leichte Schwankungen in den ersten Wochen sind normal. Größere Verluste entstehen meist durch fehlende Weiterleitungen, gelöschte Inhalte, die gut rankten, geänderte Adressen ohne Plan oder eine versehentlich gesperrte Website. Mit einer sauberen Vorbereitung lassen sich diese Risiken stark verringern, ausschließen kann sie niemand.
Wie lange dauert ein Website-Relaunch?
Mit Agentur oder Freelancer sind für eine kleine Unternehmenswebsite oft mehrere Wochen bis einige Monate realistisch, inklusive Vorbereitung und Abstimmung. Mit Madra ist die neue Website innerhalb eines Werktags nach Zahlungsbestätigung online, Weiterleitungen und Umzug sind beim Wechsel inklusive.
Sollte ich bei einem Relaunch die Adressen meiner Seiten ändern?
Nur wenn es einen guten Grund gibt. Jede geänderte Adresse braucht eine Weiterleitung, und jede Weiterleitung ist ein kleines Risiko. Seiten, die gut ranken und Anfragen bringen, sollten nach Möglichkeit ihre Adresse behalten.
Was ist bei Madra im Relaunch enthalten?
Wenn du mit einer bestehenden Website zu Madra wechselst, sind die 301-Weiterleitungen deiner alten Adressen und der Umzug inklusive. Domain, Hosting, SSL und spätere inhaltliche Änderungen sind im Monatspreis ab 29,90 € inkl. MwSt. enthalten. Ein späterer kompletter Neuaufbau deiner Madra-Website mit neuem Design und neuer Struktur ist nicht im Abo enthalten und wird separat angeboten.
Brauche ich für einen Relaunch die Google Search Console?
Sie ist sehr hilfreich. Mit ihr sicherst du vor dem Relaunch die Daten deiner wichtigsten Seiten, reichst danach die neue Sitemap ein und siehst, welche Adressen Fehler melden. Wenn du sie noch nicht eingerichtet hast, tu das am besten einige Wochen vor dem Relaunch, damit du Vergleichswerte hast.
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