Kostenlose vs. professionelle Website: was sich lohnt
„Website kostenlos erstellen“ ist ein verlockendes Versprechen, besonders am Anfang der Selbstständigkeit, wenn jeder Euro zählt. Und ja, es funktioniert: In einer Stunde kannst du eine Gratis-Website online haben. Die Frage ist nur, was sie dir bringt und was sie dich kostet, wenn nicht in Euro, dann in Kunden.
Was bekommst du bei einer kostenlosen Website wirklich?
Die meisten bekannten Baukästen haben einen Gratis-Tarif oder eine kostenlose Einstiegsstufe. Die Leistungen ähneln sich:
- Eine Subdomain nach dem Muster deinname.anbieter.com statt deinname.de
- Werbung oder ein Hinweis des Anbieters auf deiner Website
- Eine Auswahl an Vorlagen, oft mit eingeschränkten Anpassungsmöglichkeiten
- Begrenzter Speicher und begrenzte Funktionen, etwa ohne Formulare, Buchungen oder Statistiken
- Wenig oder kein persönlicher Support
Das Geschäftsmodell ist fair und nachvollziehbar: Der Gratis-Tarif ist der Einstieg, der dich zum bezahlten Tarif führen soll. Mit „kostenlos für immer“ planen sollte man also nicht.
Wo liegen die Grenzen von Gratis-Tarifen?
Die Adresse
Eine Subdomain wirkt auf Visitenkarte, Rechnung und Fahrzeugbeschriftung unprofessionell. Und sie gehört nicht dir. Wechselst du später zu einer eigenen Domain, fängst du bei Google wieder von vorn an.

Die Werbung
Ein Banner „Erstellt mit …“ oder Werbung des Anbieters auf deiner Firmenseite lenkt ab und signalisiert: Hier wurde gespart.
Das Design
Gratis-Vorlagen werden von sehr vielen Menschen genutzt. Deine Website sieht schnell aus wie die von hundert anderen.
Die Sichtbarkeit bei Google
Weniger Einstellungen für Seitentitel und Beschreibungen, langsamere Ladezeiten durch Zusatzskripte und keine eigene Domain: Das sind keine guten Startbedingungen für lokale Suchen.
Die Pflichten bleiben
Auch eine kostenlose Website eines Unternehmens braucht in der Regel ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Die Arbeit dafür nimmt dir der Gratis-Tarif nicht ab.
Was kostet dich eine kostenlose Website wirklich?
Vertrauen. Ein potenzieller Kunde, der auf einer Subdomain mit Werbebanner landet, denkt unbewusst: Das ist ein Anfänger, oder er nimmt sein Geschäft nicht ernst. Das ist unfair, aber es passiert.
Anfragen. Ein einfaches Rechenbeispiel: Deine Website hat 100 Besucher im Monat. Bei einer Anfragequote von 1 % sind das eine Anfrage, bei 3 % drei. Zwei Kunden mehr pro Monat. Wenn ein Auftrag im Schnitt 200 € wert ist, sind das 400 € im Monat, die du verschenkst. Die Zahlen sind ein Beispiel, keine Messung, aber die Logik gilt.
Zeit. Gratis heißt fast immer: Du machst alles selbst. Vorlage auswählen, Texte schreiben, Bilder suchen, Rechtstexte einfügen, Updates prüfen. Schnell sind das 20 Stunden und mehr.
Den späteren Umzug. Spätestens wenn du eine eigene Domain willst, musst du umziehen oder auf den bezahlten Tarif wechseln. Dann zahlst du doch, nur später und mit doppelter Arbeit.
Kostenlos und professionell im direkten Vergleich

| Kriterium | Kostenlose Website | Professionelle Website (Madra) |
|---|---|---|
| Adresse | Subdomain des Anbieters | eigene Domain, gehört dir |
| Werbung | meist ja | nein |
| Design | Standardvorlage | individuell erstellt, von einem Menschen geprüft |
| Google-Grundlagen | eingeschränkt | Struktur, Seitentitel, Ladezeit |
| Impressum und Datenschutz | machst du selbst | Entwurf durch die KI, von dir geprüft |
| Änderungen | machst du selbst | inklusive, in 24 Stunden an Werktagen |
| Kosten | 0 € plus deine Zeit | 29,90 € inkl. MwSt./Monat |
Eine ausführliche Übersicht aller Preisstufen, vom Baukasten bis zur Agentur, findest du im Artikel Was kostet eine Website?
Eine Beispielrechnung über zwölf Monate
Stellen wir zwei Wege nebeneinander, als ausgedachtes Beispiel für einen kleinen Dienstleister. Weg A: kostenlose Website, 0 € im Jahr, dafür 20 Stunden eigene Arbeit für Aufbau und Pflege. Weg B: Madra Essential, 358,80 € im ersten Jahr bei monatlicher Zahlung, eigene Arbeit nur für die Beschreibung und gelegentliche Änderungswünsche.
Setzt du für deine eigene Stunde nur 30 € an, kostet Weg A rechnerisch 600 € an Zeit, also mehr als Weg B. Und dabei ist noch nicht berücksichtigt, ob die professionelle Website mehr Anfragen bringt. Kommt durch sie im Jahr auch nur ein zusätzlicher Auftrag zustande, hat sie sich in vielen Branchen bereits bezahlt gemacht.
Diese Rechnung ist bewusst einfach. Sie soll nicht beweisen, dass Gratis immer schlechter ist, sondern zeigen, dass „kostenlos“ und „günstig“ zwei verschiedene Dinge sind.
Wann reicht eine kostenlose Website?
Eine kostenlose Website ist nicht grundsätzlich schlecht. Sie passt gut, wenn:
- du ein privates Projekt zeigen willst, etwa einen Verein im Aufbau, ein Hobby oder eine Familienseite
- du eine Geschäftsidee testen willst, bevor du Geld investierst
- du lernen willst, wie Websites funktionieren
- du ein kurzfristiges Event mit einer Infoseite begleiten willst
Sobald die Website Kunden gewinnen, Vertrauen aufbauen oder bei Google gefunden werden soll, stößt der Gratis-Tarif schnell an seine Grenzen.
Woran erkennt ein Kunde eine Gratis-Website?
Kunden analysieren deine Website nicht bewusst. Sie haben ein Gefühl, und dieses Gefühl entsteht aus kleinen Signalen:
- Die Adresse in der Browserzeile enthält den Namen des Baukastens.
- Ein Hinweis oder Banner des Anbieters erscheint oben oder unten auf der Seite.
- Die E-Mail-Adresse endet auf einen Freemail-Anbieter statt auf deine eigene Domain.
- Das Design kennt man aus anderen Websites, weil die Vorlage beliebt ist.
- Die Ladezeit ist spürbar langsamer, weil Werbung und Zusatzskripte mitgeladen werden.
Keines dieser Signale ist für sich ein Drama. Zusammen ergeben sie aber den Eindruck eines Provisoriums. Und bei Dienstleistungen, bei denen Vertrauen zählt, etwa im Handwerk, in der Beratung oder im Gesundheitsbereich, entscheidet dieser Eindruck oft darüber, ob jemand anruft oder weiterklickt.
Der Weg von gratis zu professionell
Wenn du heute eine kostenlose Website hast und umsteigen willst, gehe in dieser Reihenfolge vor: Sichere dir zuerst eine eigene Domain auf deinen Namen. Übernimm dann die Inhalte, die funktionieren, und verbessere die, die es nicht tun. Richte, wenn möglich, Weiterleitungen von der alten Adresse ein, damit bestehende Links weiter funktionieren. Und aktualisiere zum Schluss überall deine neue Adresse: im Google-Unternehmensprofil, auf Social-Media-Profilen, Visitenkarten und in der E-Mail-Signatur. Worauf du beim Umzug achten musst, steht ausführlich in unserer Relaunch-Checkliste.
Gibt es einen Mittelweg?
Ja, mehrere. Die bezahlten Tarife der Baukästen beseitigen Subdomain und Werbung, die Arbeit bleibt aber bei dir. KI-Generatoren beschleunigen den Start, auch hier baust du selbst weiter. Welche Werkzeuge es gibt, vergleichen wir im Artikel Die besten KI-Website-Generatoren.
Bei Madra bekommst du eine professionelle Website, ohne selbst zu bauen und ohne große Anfangsinvestition: Die KI erstellt sie, ein Mensch prüft sie, und sie ist in 24 Stunden unter deiner eigenen Domain online. Essential kostet 29,90 € inkl. MwSt. im Monat, monatlich kündbar, mit Hosting, SSL und Änderungen. Warum ein Monatspreis oft günstiger ist als ein Einmalkauf, erklärt der Ratgeber Website mieten statt kaufen.
Und das Beste vom Gratis-Ansatz bleibt erhalten: Die Vorschau deiner Website ist kostenlos und ohne Kreditkarte. Du entscheidest erst danach, ob du online gehen willst. Wie das abläuft, zeigt So funktioniert’s.
Häufige Fragen zu kostenlosen und professionellen Websites
Kann ich eine Website wirklich kostenlos erstellen?
Ja, viele Baukästen bieten Gratis-Tarife. Diese haben aber fast immer eine Subdomain des Anbieters, Werbung des Anbieters auf deiner Seite und eingeschränkte Funktionen. Für ein privates Projekt oder einen ersten Test reicht das, für ein Unternehmen meist nicht.
Brauche ich auch bei einer kostenlosen Website ein Impressum?
Wenn die Website geschäftsmäßig ist, gilt die Impressumspflicht in der Regel unabhängig davon, ob du für die Website bezahlst. Dasselbe gilt für die Datenschutzerklärung. Das ist keine Rechtsberatung: Prüfe deinen Fall, im Zweifel mit einer Fachperson.
Ist eine kostenlose Website schlecht für Google?
Nicht automatisch, aber sie hat Nachteile: Mit einer Subdomain baust du keine Sichtbarkeit unter deiner eigenen Adresse auf, und Gratis-Tarife bieten oft weniger Einstellungen für Seitentitel, Beschreibungen und Ladezeit. Wechselst du später, fängst du mit einer neuen Domain wieder von vorn an.
Was kostet eine professionelle Website mindestens?
Bei Madra kostet eine professionelle Website 29,90 € inkl. MwSt. im Monat oder 286,80 € im Jahr bei jährlicher Zahlung, mit eigener Domain, Hosting, SSL, menschlicher Prüfung und inhaltlichen Änderungen. Freelancer verlangen als Richtwert 1.500 bis 5.000 € einmalig, plus Folgekosten.
Bietet Madra eine kostenlose Version an?
Madra hat keinen Gratis-Tarif und keine Testphase. Kostenlos ist die Vorschau: Du beschreibst dein Unternehmen und siehst deine Website, ohne Kreditkarte. Du zahlst erst, wenn du sie online stellen willst.
Kann ich mit einer kostenlosen Website starten und später wechseln?
Ja, aber plane den Wechsel von Anfang an mit. Sichere dir möglichst früh eine eigene Domain, denn bei einem späteren Umzug von einer Subdomain beginnt deine Sichtbarkeit bei Google unter der neuen Adresse weitgehend von vorn. Wer gleich mit eigener Domain startet, spart sich diesen Schritt.
Erst kostenlos ansehen, dann entscheiden
Sieh dir die Vorschau deiner Website kostenlos und ohne Kreditkarte an. Online gehst du ab 29,90 € inkl. MwSt. im Monat, mit eigener Domain.
Kostenlose Vorschau startenAb 29,90 € inkl. MwSt./Monat · monatlich kündbar · Vorschau ohne Kreditkarte