Website für Selbstständige und Freiberufler: was sie wirklich braucht
Du bist gut in dem, was du tust. Texte schreiben, beraten, coachen, gestalten, übersetzen, programmieren. Aber deine eigene Website schiebst du seit Monaten vor dir her, weil sie nie Priorität hat und weil „das ja eigentlich jeder kann“. Das Ergebnis: Interessenten finden dich über eine Empfehlung, googeln deinen Namen und landen auf einem veralteten Profil.
Dieser Leitfaden zeigt dir, was eine Website für Selbstständige und Freiberufler wirklich braucht, was sie kostet und wie du sie fertig bekommst, ohne dass sie dir Wochenenden raubt.
Warum reicht ein LinkedIn-Profil nicht?
LinkedIn, Instagram oder Freelancer-Plattformen sind gute Kanäle, um gefunden zu werden. Aber sie haben drei Schwächen:
- Sie gehören dir nicht. Ändert die Plattform ihre Regeln oder sperrt dein Konto, ist deine Präsenz weg.
- Du sitzt neben der Konkurrenz. Auf Plattformen wirst du direkt mit anderen verglichen, oft nur über den Preis.
- Du bestimmst den Rahmen nicht. Wie ausführlich du deine Leistungen erklärst, welche Referenzen du zeigst und wie man dich kontaktiert, legt die Plattform fest.
Eine eigene Website unter deiner Domain ist dein Schaufenster. Die Profile führen dorthin, die Website überzeugt.
Welche Seiten braucht eine Website für Selbstständige?
Weniger ist hier mehr. Diese fünf Seiten decken bei den meisten Selbstständigen alles ab:
- Startseite: In einem Satz, was du machst und für wen. Darunter deine wichtigsten Leistungen, ein Vertrauensbeweis und ein klarer Kontaktweg.
- Leistungen: Was genau du anbietest, wie die Zusammenarbeit abläuft und, wenn möglich, ein Preisrahmen.
- Referenzen: Arbeitsproben, Projekte, Kundenlogos (mit Erlaubnis) oder echte Kundenstimmen.
- Über mich: Dein Werdegang, deine Arbeitsweise, ein echtes Foto. Menschen kaufen bei Menschen.
- Kontakt: E-Mail, ein kurzes Formular, deine Region oder „remote in ganz Deutschland“.
Dazu gehören Impressum und Datenschutzerklärung. Ein Blog ist ein Bonus, kein Muss. Er lohnt sich, wenn du regelmäßig Zeit für gute Fachartikel hast.
Wie machst du in drei Sekunden klar, was du anbietest?
Besucher entscheiden in Sekunden, ob sie bleiben. „Kreative Lösungen für Ihr Business“ sagt nichts. Vergleiche diese beiden Einstiege:
- „Ich bin Texter und helfe Unternehmen, ihre Botschaft auf den Punkt zu bringen.“
- „Texte für Websites und Newsletter von Software-Firmen, auf Deutsch und Englisch. Aus Berlin, für den ganzen DACH-Raum.“
Der zweite Satz filtert. Er spricht genau die Kunden an, die du willst, und hilft Google, dich richtig einzuordnen. Je klarer deine Nische, desto weniger musst du über den Preis verkaufen.
Drei Fragen helfen dir beim Formulieren: Wem hilfst du? Bei welchem konkreten Problem? Was ist danach anders?
Wie baust du Vertrauen auf, wenn du allein arbeitest?
Ein Einzelunternehmen hat kein großes Team und kein repräsentatives Büro vorzuzeigen. Vertrauen entsteht durch andere Signale:
- Echte Arbeitsproben: zwei, drei gut erklärte Projekte mit Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis wirken stärker als zwanzig Logos.
- Echte Kundenstimmen: nur mit Erlaubnis und nie erfunden. Ein kurzer Satz mit Name und Firma reicht.
- Ein echtes Foto: Es muss kein Studio-Porträt sein, aber es sollte dich zeigen.
- Transparenz: Wie läuft ein Projekt ab? Wie schnell antwortest du? Was kostet ein typischer Auftrag ungefähr?
- Ein vollständiges Impressum: Es klingt banal, aber eine Website ohne Impressum wirkt unseriös.
Solltest du deine Preise auf der Website nennen?
Diese Frage spaltet Selbstständige. Unsere Meinung: In den meisten Fällen ja, zumindest als Rahmen. Wer Preise nennt, filtert Anfragen vor, die nicht ins Budget passen, und wirkt transparent. Wer keine nennt, bekommt mehr Anfragen, aber auch mehr, die nach dem ersten Angebot verschwinden.
Drei Varianten haben sich bewährt:
- Feste Pakete: „Website-Texte für bis zu fünf Seiten: Festpreis“ oder „Coaching-Paket mit fünf Sitzungen“. Gut, wenn deine Leistung standardisierbar ist.
- Ab-Preise: „Übersetzungen ab … pro Normzeile“ oder „Projekte ab …“. Gut, wenn der Umfang schwankt.
- Tagessatz oder Stundensatz: gängig in Beratung, Entwicklung und Design, vor allem gegenüber Geschäftskunden.
Gib bei Privatkunden Endpreise an, also inklusive Umsatzsteuer, sofern du sie ausweist. Wenn du Kleinunternehmer bist, kannst du das kurz erwähnen. Bei Geschäftskunden sind Nettopreise üblich, kennzeichne sie dann klar als solche.
Wichtig ist nur, dass die Preise aktuell bleiben. Ein veralteter Preis auf der Website ist schlimmer als gar keiner, denn er führt zu unangenehmen Gesprächen. Bei Madra ist eine Preisänderung eine inhaltliche Änderung und im Abo enthalten.
Und noch ein Tipp zum Schluss: Schreib die Texte deiner Website so, wie du mit Kunden sprichst. Wenn du im Gespräch duzt, kann auch die Website duzen. Wenn deine Kunden Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen sind, eher nicht. Der Ton ist Teil deiner Positionierung.
Was gehört bei Selbstständigen ins Impressum?
Auch Einzelunternehmer und Freiberufler unterliegen mit einer geschäftsmäßigen Website in der Regel der Impressumspflicht. Typisch sind dein vollständiger Name, eine ladungsfähige Anschrift, eine E-Mail-Adresse und, wenn vorhanden, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Für Kleinunternehmer ohne USt-IdNr. entfällt diese Angabe.
Freiberufler in Kammerberufen, etwa Ärzte, Anwälte, Steuerberater oder Architekten, müssen meist zusätzliche Angaben machen: zuständige Kammer, gesetzliche Berufsbezeichnung und berufsrechtliche Regelungen. Viele Selbstständige arbeiten von zu Hause und wollen ihre Privatadresse ungern veröffentlichen. Ob eine Geschäftsadresse genügt, solltest du klären lassen.
Bei Madra erstellt die KI auf Basis deiner Angaben einen Entwurf für Impressum und Datenschutzerklärung. Das ist keine Rechtsberatung: Prüfe die Angaben sorgfältig und hol dir bei Unsicherheit Rat von deiner Kammer oder einer Fachperson.
Was kostet eine Website für Selbstständige?
Als Selbstständiger rechnest du in Stunden. Deshalb solltest du auch die Website so rechnen. Wer 60 € die Stunde abrechnet und 25 Stunden in den eigenen Baukasten steckt, hat rechnerisch 1.500 € investiert, bevor die Website online ist.
| Weg | Kosten im ersten Jahr | Dein Zeitaufwand |
|---|---|---|
| Baukasten selbst gemacht | 180 bis 360 € plus deine Zeit | 10 bis 40 Stunden |
| Freelancer | 1.900 bis 5.600 € | Briefing und Abstimmungen |
| Madra Essential | 358,80 € (oder 286,80 € bei jährlicher Zahlung) | Beschreibung in wenigen Minuten |
Die Werte für Baukasten und Freelancer sind Richtwerte inklusive typischer Folgekosten, hergeleitet im Artikel Was kostet eine Website?. Bei Madra sind Domain, Hosting, SSL, Wartung und inhaltliche Änderungen im Monatspreis enthalten. Warum ein Abo für Selbstständige oft günstiger ist als ein Kauf, liest du im Ratgeber Website mieten statt kaufen.
Wenn du lieber selbst bauen willst, ist das völlig in Ordnung. Im Artikel Website erstellen ohne Programmieren zeigen wir dir alle Wege, inklusive Baukästen.
So läuft es bei Madra: Du beschreibst auf madra.io/de/erstellen, was du machst und für wen. Die KI erstellt deine Website, du siehst dir die Vorschau kostenlos und ohne Kreditkarte an. Wenn du online gehen willst, prüft ein Mensch die Website, und sie ist innerhalb eines Werktags unter deiner Domain erreichbar. Details auf der Seite So funktioniert’s.
Häufige Fragen zur Website für Selbstständige
Brauche ich als Selbstständiger wirklich eine eigene Website?
Nicht zwingend, aber sie hilft fast immer. Profile auf LinkedIn, Instagram oder Plattformen gehören dir nicht und folgen fremden Regeln. Eine eigene Website unter deiner Domain ist der Ort, an dem du deine Leistungen, Referenzen und Preise so darstellst, wie du willst, und an dem Interessenten dich direkt kontaktieren.
Was kostet eine Website für Selbstständige?
Als Richtwerte: Selbst gebaut mit einem Baukasten 0 bis etwa 30 € im Monat plus deine Zeit, beim Freelancer meist 1.500 bis 5.000 € plus Folgekosten. Mit Madra kostet sie 29,90 € inkl. MwSt. im Monat oder 286,80 € im Jahr bei jährlicher Zahlung, mit Domain, Hosting, SSL und inhaltlichen Änderungen.
Brauche ich als Freiberufler ein Impressum?
Für geschäftsmäßige Websites in Deutschland gilt in der Regel die Impressumspflicht. Bei Freiberuflern in Kammerberufen, etwa Ärzten, Anwälten oder Architekten, kommen üblicherweise Kammer, Berufsbezeichnung und berufsrechtliche Regelungen dazu. Das ist keine Rechtsberatung: Lass die Angaben im Zweifel von deiner Kammer oder einer Fachperson prüfen.
Wie viele Seiten braucht eine Website für Selbstständige?
Für die meisten reichen fünf: Startseite, Leistungen, Referenzen, Über mich und Kontakt, dazu Impressum und Datenschutzerklärung. Mehr Seiten lohnen sich, wenn du klar unterschiedliche Leistungen anbietest, die jeweils eigene Erklärungen brauchen.
Kann ich meine Website später selbst ändern lassen?
Bei Madra sind inhaltliche Änderungen wie neue Texte, Bilder oder Abschnitte im Preis enthalten und werden innerhalb von 24 Stunden an Werktagen umgesetzt. Du schickst die Änderung per E-Mail oder im Chat deines Kundenbereichs.
Sollte ich als Selbstständiger meinen Namen oder einen Firmennamen als Domain nehmen?
Wenn du als Person gefragt bist, etwa als Coach, Texterin oder Berater, ist dein Name oft die beste Wahl, weil Empfehlungen an dich gebunden sind. Ein Firmenname lohnt sich, wenn du wachsen, ein Team aufbauen oder das Unternehmen später übergeben willst. Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Domain kurz und auf deinen Namen registriert ist.
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